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Wie viel Maklerprovision muss ich zahlen?

Im Exposé steht es ganz unten, kleiner gedruckt als der Rest: Käuferprovision 3,57 % inkl. MwSt. Bei dem Haus für 450.000 Euro sind das über 16.000 Euro. Nur für ein paar Besichtigungen?

Worum geht es?
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aus dem Exposé mal zwei, 0 = üblicher Satz im Land
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Wer hat den Makler beauftragt?

Deine Provision

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Beim Kauf: Halbe-halbe

    Seit dem 23. Dezember 2020 regeln die §§ 656a bis 656d BGB, wer den Makler bezahlt, wenn eine Privatperson eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft. Der Käufer zahlt nie mehr als der Verkäufer. Beauftragen beide den Makler, teilen sie sich die Provision zu gleichen Teilen. Hat nur der Verkäufer ihn beauftragt, darf er höchstens die Hälfte an den Käufer weitergeben, und fällig wird dieser Anteil erst, wenn der Verkäufer seinen Teil nachweislich gezahlt hat. Der Maklervertrag braucht Textform, eine E-Mail genügt, ein Handschlag nicht.

    Wie hoch die Provision ist, sagt das Gesetz nicht. Es haben sich regionale Sätze eingespielt, die meist mit Umsatzsteuer angegeben werden.

    Übliche Sätze einschließlich 19 % Umsatzsteuer, Stand September 2026
    BundeslandgesamtKäuferbei 400.000 €
    Baden-Württemberg7,14 %3,57 %14.280 €
    Bayern7,14 %3,57 %14.280 €
    Berlin7,14 %3,57 %14.280 €
    Brandenburg7,14 %3,57 %14.280 €
    Bremen5,95 %2,975 %11.900 €
    Hamburg6,25 %3,125 %12.500 €
    Hessen5,95 %2,975 %11.900 €
    Mecklenburg-Vorpommern5,95 %2,975 %11.900 €
    Niedersachsen7,14 %3,57 %14.280 €
    Nordrhein-Westfalen7,14 %3,57 %14.280 €
    Rheinland-Pfalz7,14 %3,57 %14.280 €
    Saarland7,14 %3,57 %14.280 €
    Sachsen7,14 %3,57 %14.280 €
    Sachsen-Anhalt7,14 %3,57 %14.280 €
    Schleswig-Holstein7,14 %3,57 %14.280 €
    Thüringen7,14 %3,57 %14.280 €

    In Niedersachsen schwanken die Sätze regional stark, dort sind auch 4,76 bis 5,95 Prozent gesamt üblich. Mehrfamilienhäuser, Grundstücke und Gewerbeimmobilien fallen nicht unter die Teilungsregel, dort kann die Provision auch ganz beim Käufer liegen.

    Die Provision gehört zu den Kaufnebenkosten, zusammen mit Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch. Was insgesamt zum Kaufpreis dazukommt, rechnet der Kaufnebenkostenrechner aus. Auf die Provision fällt keine Grunderwerbsteuer an.

    Bei Miete: Wer bestellt, zahlt

    Seit dem 1. Juni 2015 gilt bei Mietwohnungen das Bestellerprinzip. Beauftragt der Vermieter einen Makler, um die Wohnung zu vermieten, zahlt er ihn auch. Das ist der Normalfall bei Anzeigen im Internet. Von dir als Mieter darf der Makler nur Geld verlangen, wenn du ihn in Textform beauftragt hast und er die Wohnung ausschließlich für dich gesucht hat.

    Auch dann ist die Provision gedeckelt: höchstens 2 Nettokaltmieten plus Umsatzsteuer, bei 900 Euro Kaltmiete also 2.142,00 €. Verlangt ein Makler von dir Geld für eine Wohnung, die er ohnehin im Angebot hatte, kannst du es zurückfordern.

    Verhandeln lohnt sich

    Gerade in Regionen mit wenig Nachfrage lassen Makler über die Provision mit sich reden. Weil der Käuferanteil an den Verkäuferanteil gebunden ist, sinkt er mit, wenn der Verkäufer einen niedrigeren Satz aushandelt. Frag im Zweifel, was im Vertrag mit dem Verkäufer steht.

    Häufige Fragen

    Wie viel Provision bekommt ein Makler beim Hausverkauf?

    Üblich sind in den meisten Bundesländern insgesamt 7,14 Prozent des Kaufpreises einschließlich Umsatzsteuer, in Hamburg 6,25 und in Bremen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern 5,95 Prozent. Die Höhe ist gesetzlich nicht festgelegt und verhandelbar.

    Muss der Käufer die ganze Maklerprovision zahlen?

    Nein. Seit dem 23. Dezember 2020 zahlt ein privater Käufer einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses höchstens so viel wie der Verkäufer. Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, darf er höchstens die Hälfte an den Käufer weitergeben, und erst nachdem er seinen Teil bezahlt hat.

    Wie viel Maklerprovision zahlt man bei 400.000 Euro Kaufpreis?

    Bei der üblichen Teilung von 7,14 Prozent zahlt der Käufer 3,57 Prozent, das sind 14.280 Euro. Der Verkäufer zahlt denselben Betrag.

    Muss ein Mieter noch Maklerprovision zahlen?

    Nur, wenn er den Makler selbst beauftragt hat und der Makler die Wohnung eigens für ihn gesucht hat. Seit Juni 2015 gilt bei Mietwohnungen das Bestellerprinzip. Die Provision ist dann auf zwei Nettokaltmieten plus Umsatzsteuer begrenzt.