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Wie viel darf die Miete nach einer Modernisierung steigen?

Seit März steht ein Gerüst vor dem Haus. Neue Fenster, gedämmte Fassade, im Keller eine Wärmepumpe. Jetzt kommt der Brief vom Vermieter mit einer neuen Miete, 180 Euro mehr im Monat.

anteilig, so wie sie in der Erhöhungserklärung stehen
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etwa der Wert der alten, verschlissenen Fenster
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m²
durch frühere Modernisierungen
€/m²

Erhöhung der Kaltmiete im Monat

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Acht Prozent im Jahr, für immer

    Nach einer Modernisierung darf der Vermieter 8 Prozent der Kosten, die auf deine Wohnung entfallen, auf die Jahresmiete aufschlagen (§ 559 BGB). Aus 20.000 Euro werden so 1.600 Euro im Jahr oder rund 133 Euro im Monat. Die Erhöhung endet nicht, wenn die Kosten abbezahlt sind, sie bleibt Teil der Miete.

    Modernisierung heißt: Die Wohnung wird besser, sparsamer oder barrierefreier. Dämmung, neue Fenster mit besserem Glas, ein Aufzug, ein Balkon. Was nur repariert, zahlt der Vermieter allein. Bei Mischfällen zieht er den Erhaltungsanteil ab, ebenso Zuschüsse und Förderkredite.

    Die Kappungsgrenze

    Innerhalb von 6 Jahren darf die Kaltmiete durch Modernisierungen um höchstens 3 Euro je Quadratmeter steigen. Lag sie vorher unter 7 Euro je Quadratmeter, sind es 2 Euro. Bei 70 Quadratmetern und günstiger Miete bedeutet das höchstens 140 Euro mehr im Monat, egal wie teuer der Umbau war.

    Kleine Maßnahmen bis 10.000 Euro je Wohnung darf der Vermieter im vereinfachten Verfahren umlegen. Er zieht dann pauschal 30 Prozent für Erhaltung ab und muss nichts einzeln nachweisen.

    Neue Heizung: eigene Regel

    Tauscht der Vermieter die Heizung und nimmt dafür Förderung in Anspruch, darf er 10 Prozent der Kosten nach Abzug der Förderung umlegen (§ 559e BGB). Pauschal 15 Prozent gelten dabei als Erhaltung. Die Miete darf dadurch um höchstens 0,5 Euro je Quadratmeter in sechs Jahren steigen.

    Den Einwand der finanziellen Härte musst du bis zum Ende des Monats erheben, der auf die Ankündigung folgt. Dann wägt das Gericht ab, ob die Erhöhung für dich unzumutbar ist. Das gilt allerdings nicht, wenn der Vermieter zu der Modernisierung gesetzlich verpflichtet war.

    Häufige Fragen

    Wie viel darf die Miete nach einer Modernisierung steigen?

    Der Vermieter darf 8 Prozent der Modernisierungskosten für die Wohnung auf die Jahresmiete aufschlagen. Innerhalb von sechs Jahren darf die Kaltmiete dadurch aber um höchstens 3 Euro je Quadratmeter steigen, bei einer Miete unter 7 Euro je Quadratmeter um höchstens 2 Euro.

    Wie viel darf die Miete nach dem Einbau einer Wärmepumpe steigen?

    Nutzt der Vermieter staatliche Förderung, darf er 10 Prozent der Kosten nach Abzug der Förderung umlegen, höchstens 0,5 Euro je Quadratmeter im Monat innerhalb von sechs Jahren. Ohne Förderung gilt die normale Modernisierungsumlage.

    Sind Reparaturen eine Modernisierung?

    Nein. Kosten für Reparaturen und Erhaltung trägt der Vermieter selbst. Ersetzt er alte, verschlissene Fenster durch neue, muss er den Anteil abziehen, den die ohnehin fällige Reparatur gekostet hätte.

    Ab wann gilt die höhere Miete nach einer Modernisierung?

    Die erhöhte Miete schuldest du ab dem Beginn des dritten Monats, nachdem dir die Erklärung des Vermieters zugegangen ist. Hat er die Modernisierung nicht ordentlich angekündigt, verschiebt sich das um sechs Monate.