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Wie viel kosten Notar und Grundbuch beim Hauskauf?

Der Notar liest den Kaufvertrag vor, Seite für Seite, zwei Stunden lang. Am Ende unterschreibt ihr, und alle sind erleichtert. Drei Wochen später liegt seine Rechnung im Briefkasten.

€
0, wenn du ohne Kredit kaufst; meist so hoch wie das Darlehen
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Auflassungsvormerkung?

Notar und Grundbuch zusammen

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Feste Gebühren nach Gesetz

    Notare und Grundbuchämter rechnen nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz. Aus dem Kaufpreis ergibt sich eine volle Gebühr laut Tabelle B, und jede Tätigkeit kostet ein festes Vielfaches davon. Jeder Notar in Deutschland kommt für denselben Kauf auf denselben Betrag. Verhandeln geht nicht, Rabatte sind verboten.

    Den größten Posten macht die Beurkundung des Kaufvertrags mit dem Satz 2,0. Dazu kommen Vollzug und Betreuung, weil der Notar Unterlagen einholt, das Vorkaufsrecht der Gemeinde prüft und die Kaufpreiszahlung überwacht. Auf alles, was der Notar berechnet, kommen 19 Prozent Umsatzsteuer, auf die Gebühren des Grundbuchamts nicht.

    Gebühren beim Kauf mit Finanzierung
    PostenSatzWerKV-Nr.
    Beurkundung des Kaufvertrags2,0Notar21100
    Vollzug (Genehmigungen, Vorkaufsrecht, Unterlagen)0,5Notar22110
    Betreuung (Fälligkeit, Umschreibung überwachen)0,5Notar22200
    Beurkundung der Grundschuld1,0Notar21200
    Eintragung der Auflassungsvormerkung0,5Grundbuchamt14150
    Eintragung des neuen Eigentümers1,0Grundbuchamt14110
    Eintragung der Grundschuld1,0Grundbuchamt14121
    Löschung der Vormerkung (Festgebühr)25 € festGrundbuchamt14152

    Die Grundschuld kostet extra

    Finanzierst du über eine Bank, will sie eine Grundschuld im Grundbuch. Die wird noch einmal beurkundet und eingetragen, beides mit dem Satz 1,0 aus dem Betrag der Grundschuld. Bei 320.000 Euro kommen so mehrere Hundert Euro dazu. Die oft genannte Faustregel von 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises liegt nach dem Gesetz meist etwas zu hoch, bei kleinen Kaufpreisen passt sie eher.

    Beispiele mit Grundschuld über 80 % des Kaufpreises
    KaufpreisNotarGrundbuchAnteil
    200.000 €2.054 €1.059 €1,56 %
    300.000 €2.951 €1.513 €1,49 %
    400.000 €3.606 €1.838 €1,36 %
    600.000 €5.069 €2.603 €1,28 %
    1.000.000 €7.925 €4.043 €1,2 %

    Nicht enthalten sind Kopien, Grundbuchauszüge und Gebühren für Genehmigungen, etwa das Negativattest der Gemeinde. Das sind meist nur wenige Dutzend Euro.

    Häufige Fragen

    Wie viel Prozent vom Kaufpreis kosten Notar und Grundbuch?

    Mit Grundschuld für den Kredit meist gut 1 bis knapp 2 Prozent des Kaufpreises, bei günstigen Objekten mehr. Bei 400.000 Euro Kaufpreis und 320.000 Euro Grundschuld sind es nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz rund 5.443 Euro. Bei teuren Objekten sinkt der Anteil, weil die Gebührentabelle degressiv verläuft.

    Kann man beim Notar verhandeln?

    Nein. Notare müssen ihre Gebühren nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz berechnen und dürfen weder mehr noch weniger verlangen. Vergleichen lohnt sich deshalb nicht beim Preis, sondern nur bei Termin und Service.

    Wer zahlt den Notar beim Hauskauf?

    Üblich ist, dass der Käufer Notar und Grundbuch zahlt, so steht es in fast allen Kaufverträgen. Die Kosten für die Löschung alter Grundschulden des Verkäufers trägt in der Regel der Verkäufer.

    Wann kommt die Rechnung vom Notar und vom Grundbuchamt?

    Die Notarrechnung kommt meist wenige Wochen nach der Beurkundung. Das Grundbuchamt schickt seine Kostenrechnungen getrennt, nach der Eintragung der Vormerkung und später nach der Umschreibung des Eigentums.